Unfallversicherung

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Warum eine Private Unfallversicherung so wichtig ist

Jeder zehnte Österreicher wurde 2005 Opfer eines Unfalls.

Ob beim Radeln vom Rad gefallen, beim Frühjahrsputz von der Leiter gestürzt oder beim Skifahren das Bein verletzt: Gut zwei Drittel der Unfälle sind nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung abgedeckt, da sie zu Hause, in der Freizeit, im Urlaub oder beim Sport passieren.

Insgesamt ereigneten sich über 830.000 Unfälle - 72 Prozent davon passierten zu Hause, in der Freizeit oder beim Sport. Weitere 21 Prozent bei der Arbeit und in der Schule und 7 Prozent im Straßenverkehr.

Das belegt die Unfallstatistik: Im Durchschnitt passiert alle 4 Sekunden ein Unfall - das sind mehr als 22.000 Unfälle pro Tag - und belegt, wie wichtig es ist, sich vernünftig abzusichern!

Denn:

  • Jeder fünfte Unfall endet mit einem Spitalsaufenthalt.
  • Jeder hundertste mit dauernder Invalidität
  • Jeder dreihundertste sogar tödlich!

Die Tendenz bei Heim- und Freizeitunfällen ist weiterhin steigend. Unfälle ereignen sich plötzlich und meist unvorhersehbar. Grund genug, um sich über einen ausreichenden Versicherungsschutz Gedanken zu machen, der Sie insbesondere in der Freizeit schützt.

  • Als Arbeitnehmer sind Sie während der Arbeit sowie auf dem direkten Weg dorthin und zurück gesetzlich unfallversichert. In der Regel nimmt der Beruf Sie acht Stunden am Tag ein. 16 Stunden am Tag besteht also kein Versicherungsschutz. Da sich nur etwa 21 Prozent der Unfälle im Betrieb ereignen ist die übrige Zeit des Tages von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht abgedeckt.Es besteht während dieser Zeit zwar Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Aber diese wird nur gezahlt, wenn Sie so gut wie gar nicht mehr arbeiten können.
  • Weitaus dramatischer ist die Situation für viele Selbstständige und Freiberufler: Wenn diese nicht freiwillig gesetzlich versichert sind, haben sie gar keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Passiert ein Unfall nämlich in der Freizeit, sind zwar Erstversorgung und Behandlungskosten durch die Krankenversicherung gedeckt, die Folgeschäden tragen Sie jedoch selbst.

Schützen Sie sich in Ihrer Freitzeit

Denn: Die gesetzliche Sozialversicherung greift nur bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, nicht jedoch im Privatbereich.

In vielen Fällen sind die Verletzungen so stark, dass die Betroffenen ihre Erwerbsfähigkeit verlieren und im schlimmsten Fall das ganze Leben oder das der Familie verändern.

Kinder sind darüber hinaus erst ab dem Schuleintritt über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Aber auch nur während des Schulbesuchs und des Schulwegs. Sie haben im Falle eines Unfalls mit Folgen ihr ganzes Leben unter den Folgen zu leiden - vor allem auch finanziell.

Wichtig: Die sogenannten Zahlscheinpolizzen für Schülerunfallpolizzen bieten meist keine ausreichende finanzielle Absicherung. Besser ist eine "echte" Unfallversicherung oder eine Familienunfallversicherung, weil im Falle eines Unfalls die Leistung höher ist.

Daher ist eine private Vorsorge unerlässlich, damit Sie als möglicher Betroffener Ihre Erparnisse und Ihr Privatvermögen für andere, schönere Dinge ausgeben können, als für die finanziellen Folgen eines Freizeitunfalls.

Schließen Sie die Lücken der gesetzlichen Sozialversicherung wir unterstützen Sie dabei!

Was kann vereinbart werden?

  • Invaliditätsleistung

  • Die Versicherung muss zahlen, wenn ein Unfall zu einer dauerhaften körperlichen oder geistigen Leistungsunfähigkeit führt. Die sogenannte Gliedertaxe bemisst den Grad der Invalidität: Je nach Schwere der Verletzung wird ein bestimmter Prozentsatz der Versicherungssumme veranschlagt (linearer Tarif).

    Anders verhält es sich bei einem sog. "progressiven Tarif": Hier wird dem Umstand Rechnung getragen, dass der Kapitalbedarf mit der Schwere einer Verletzung zunimmt.

    Hier gibt es viele unterschiedliche Arten der Progression, d.h., der Versicherte kann einen besonderen Schutz für den Fall vereinbaren, dass er schwer verunglückt - bis hin zu einer Vervielfachung der Versicherungssumme.

    Wurde eine Progression vereinbart, kommt es ab einem bestimmten Invaliditätsgrad zu einem überproportionalen Ansteigen der Invaliditätssumme. Allerdings wird bis zu einem vereinbarten Prozentsatz (meist 25 oder 50 Prozent) unabhängig vom Grad der Invalidität relativ wenig ausgezahlt. Bei der Großinvaliditätsversicherung kommt es erst ab einem relativ hohen Grad der Invalidität zur Auszahlung der Versicherungssumme.

  • Todesfallsumme

  • Eine feste Versicherungssumme wird für den Fall vereinbart, dass der Versicherte innerhalb eines Jahres an den Folgen eines Unfalls stirbt.
    Für Personen bis 15 Jahre werden allerdings nur die angemessenen Begräbniskosten erstattet.
    Diese Leistung ist ein Muss, wenn die Ablebensleistung Ihrer Lebensversicherung gering gewählt wurde.

  • Unfallspitaltaggeld

  • Sollten Sie durch die Folge eines Unfalls in einem Spital stationär aufgenommen worden sein, so steht Ihnen für jeden Tag Aufenthalt ein vorher fest vereinbartes Spitalgeld zu. Die Dauer der Zahlung ist allerdings auf eine bestimmte Anzahl von Spitaltagen (je nach Versicherungsgesellschaft bis zu 1.000 Tage innerhalb von fünf Jahren ab Unfalldatum) begrenzt.

    Denken Sie bei der Höhe des Spitaltaggeldes auch an die Selbstbehalte bei Spitalaufenthalten.

  • Genesungsgeld

  • Hierbei handelt es sich um eine Zusatzversicherung, die nach der Behandlung für die gleiche Anzahl von Tagen gezahlt wird wie das Unfallspitaltaggeld, wenn Sie nach dem Spitalaufenthalt in häusliche Pflege entlassen werden.
    Die Dauer der Leistung ist allerdings begrenzt und beträgt meist höchst 100 Tage, aber auch mehr Tage sind möglich, je nach gewählter Versicherungsgesellschaft.

  • Taggeld:

  • Reduziert sich Ihr Einkommen, wenn Sie nicht arbeiten können? Dann ist Ihnen ein Taggeld anzuraten. Gezahlt wird für die Dauer der vollständigen Arbeitsunfähigkeit im Beruf infolge eines Unfalles. Für bis zu 365 Tage innerhalb von zwei Jahren ab dem Unfallstag an gerechnet.

  • Unfall- und Heil-, Bergungs- und Rückholkosten

  • Zur Bergung verunfallter Personen steht ein vereinbarter Beitrag zur Verfügung, bis zu deren Höhe eine Entschädigung gezahlt wird.

    Aber auch für die Kosten kosmetischer Operationen in der Folge eines Unfalls steht ein vereinbarter Höchstbetrag zur Verfügung.

Progressionsberechnung und Gliedertaxe

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